Turnierwurfsport
Den Begriff „Casting“ haben Sie sicherlich schon mehrmals gehört und bringen dieses neudeutsche Wort nur in Verbindung mit diversen Gesangswettbewerben, Modellcontests und Ähnlichem. „Casting“ stammt aus den englischen und bedeutet unter anderem auch
„Das Auswerfen“. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, sollte man einfach das Wort „Sport“ anhängen. Castingsport wird seit über 100 Jahren in aller Welt betrieben.
So wie sich der Schießsport ( Pistole, Gewehr, Bogen) - auch das Sperrwerfen - aus der Jagd heraus entwickelt hat, so liegen die Wurzeln des Castingsports in der Angelfischerei.
Castingsport ist also der Wurfsport der Angler.
Hierbei geht es um weites und um zielgenaues Werfen von künstlichen Fliegen und Gewichten mit der Angelrute. Bei den Wettkämpfen, auf dem Rasen von Sportplätzen ausgetragen, müssen einerseits unterschiedlich entfernte Zielscheiben möglichst genau getroffen, andererseits bei den Weitwurfdisziplinen die beste Weite erreicht werden.
Nicht mehr - nicht weniger !
Vom Großteil der Bevölkerung als „Trockenangeln“ belächelt, ist der Castingsport auch in den eigenen Reihen ein Reizthema. Besonders auffällig daran ist , daß die lautesten Kritiker nie einem offiziellen Wettkampf bewohnten bzw. sich dabei am dümmsten anstellten oder einfach nur Angst haben, sich zu blamieren!
Nun folgt die Aufteilung des Castingsports in seine Unterkategorien und das Begriffschaos kann beginnen.
Es gab einmal: Turnierwerfen, Binnenfischercasting, Meeresfischercasting, Meerescasting.
Aktuell sind noch: Casting, Castingspitzensport, Turnierwurfsport, Castingbreitensport,
des weiteren sea long tossing und long slinging of sea weights (...oder so;-) und... Distanzwerfen.
Ganz neu: Casting-Golf / Fun-Golf
Der Unterschied zu den einzelnen Unterarten ist :
Die Anzahl der Weit- und Zielwürfe, die Anzahl der gewerteten Weit- und Zielwürfe,
die Ausführung der Weit- und Zielwürfe, die Entfernungen zu den Zielscheiben, die Größen der Zielscheiben, die Wurfruten, die Wurfgewichte und die Schnüre !
Egal, wie man es nun nennt,
letztendlich stehen/laufen Angler auf einer Wiese herum und schwingen ihre
Angelrute
Beim Casting - auch Castingspitzensport genannt - werden bis zu 9 Disziplinen geworfen.
Spezialruten kommen zum Einsatz, welche es im normalen Angelladen nicht gibt.
Für die Weitwurfdisziplinen werden auch Ruten mit der Säge verkürzt und mit riesigen Rutenringen versehen oder für die Einhandruten das Handteil abgesägt. Für die Rollen des Weitwerfens werden superkonisch verlaufende Spulen angefertigt
Einteilungen in 3-Kampf, 5-Kampf, 7- Kampf und 9-Kampf nach dem Regelwerk der ICSF
Disziplinen:
1.Fliege Ziel, 2.Fliege Weit Einhand, 3.Gewicht Präzision 4.Gewicht Ziel, 5.Gewicht Weit Einhand, 6.Fliege Weit Zweihand, 7.Gewicht Weit Zweihand, 8.Gewicht Multi Ziel, 9.Multi Weit Zweihand
Die Teilnahme an den abwechselnd jährlich ausgetragenen Welt- und Europameisterschaften müssen sich die besten VDSF-Werfer des Jahres in vier Qualifikationsturnieren erkämpfen.
Sea long tossing und long slinging of sea weights (Distanzwerfen)
Freestyle-Weitwerfen von verschieden schweren Gewichten mit der Brandungsrute
weit über die 200 m Marke.
Deutsche Meisterschaften sowie Qualifikationen zu Weltmeisterschaften nur für DMV/DAV Mitglieder.
Im Turnierwurfsport der Meeres- und Binnenfischer, auch Casting-Breitensport genannt,
scheint es nicht so kompliziert zu sein. Es gibt nur 4 Disziplinen nach dem Regelwerk des VDSF. Geworfen wird mit normalem Angelgerät, was auch am Wasser zu Einsatz kommt.
( siehe Kurzform der Regelwerke )